5 Tipps & 1 Rezept für selbstgemachte Pizza

1. Der Teig

Für einen guten Pizzateig benötigen Sie nur wenige Zutaten wie Mehl, Wasser, frische Hefe, Salz, Zucker und Olivenöl (Mengenangaben siehe Rezept). Wichtig ist, dass Sie den Teig intensiv kneten. Dadurch wird die Stärke aus dem Mehl freigegeben, die den Teig schön elastisch macht. Nach dem Kneten kommt der Teig an einen warmen Ort, bis er fertig aufgegangen ist. Anschließend sollten Sie den Pizzateig nicht mehr kneten, denn sonst zerstören Sie die zahlreichen Luftbläschen, die sich im aufgegangenen Teig befinden. Diese sorgen dafür, dass der Teig beim Backen lockerer wird und an einigen Stellen schön hochgeht. Aus demselben Grund ist es ratsam, den Teig möglichst zügig mit der Teigrolle auszurollen, um noch einige dieser Luftbläschen zu erhalten. Am besten drücken und ziehen Sie den Teig zuerst so gut es geht mit den Händen auseinander. Dadurch verkürzen Sie die Zeit des Ausrollens.

Tipp: Den Rest der frischen Hefe können Sie einfrieren und bei Bedarf einfach wieder auftauen. Teilen Sie den Hefewürfel am besten vorher in 4 kleine Portionen mit je 10 g.

2. Hohe Backtemperatur

Backen Sie Ihre Pizza auf der höchsten Temperatur, die Ihr Backofen hergibt – das sind meistens 250 Grad. Dadurch wird der Teig knuspriger. Ein noch besseres Ergebnis erzielen Sie mit einem Pizzastein.

3. Der Belag

Weniger ist manchmal mehr. Zu viel Belag macht die Pizza schwer und der Teig geht beim Backen nicht so gut auf. Gemüse enthält zudem viel Wasser, das beim Backen austritt. Als Belag für eine vegetarische Pizza eignen sich frischer Blattspinat, Zwiebeln, Pilze, Paprika, Zucchini, Artischocken, Auberginen, getrocknete Tomaten, frische Tomaten, Mais, Oliven, Brokkoli und frischer Rucola.

4. Die Soße

Für die Soße nehmen Sie ganz einfach passierte Tomaten aus dem Glas, die Sie mit etwas Olivenöl, Salz und Kräutern abschmecken (siehe Rezept). Geben Sie nicht zu viel Soße auf Ihre Pizza, denn dann bleibt der Teig eher weich und wird nicht richtig knusprig.

5. Der Käse

Für welchen Käse Sie sich entscheiden, ist letztendlich Geschmackssache. Die klassische italienische Pizza wird mit Mozzarella gemacht. Dieser schmeckt aber ziemlich neutral, weshalb ich meistens zusätzlich Gouda verwende. Legen Sie den Mozzarella erst 5 Minuten vor Ende der Backzeit auf die Pizza, damit er nicht braun wird. Wenn der Mozzarella sehr weich und flüssig ist, sollten Sie ihn vorher ausdrücken, damit er die Pizza beim Backen nicht verwässert.

Und hier kommt mein Rezept für die klassische Pizza Margherita, die Sie mit zusätzlichem Belag beliebig ergänzen können:

Pizza Margherita

Zutaten für 1 Backblech oder 2 runde Pizza-Bleche:

Teig:

  • 250 g Mehl (und etwas Mehl zum Kneten und Ausrollen)
  • 1/2 TL Salz
  • ca. 10 g frische Hefe (Rest einfrieren)
  • 1/8 l warmes Wasser
  • 1 gute Prise Zucker
  • 4 EL Olivenöl

Käse:

  • 250 g junger Gouda, gerieben
  • 1 Mozzarella (125g)

Tomatensoße:

  • ca. 100 ml passierte Tomaten
  • etwas Salz
  • 2 Prisen Zucker
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL getrockneter Oregano

Sonstiges:

  • frische Basilikumblätter
  • Olivenöl

Zubereitung:

1/8 Liter warmes Wasser in einen Messbecher füllen, Hefe und Zucker hineingeben und leicht umrühren. Das Mehl in eine große Schüssel sieben und das Salz unterrühren. Nun das Wasser mit der Hefe und das Olivenöl zum Mehl geben, einmal umrühren und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte gut durchkneten. Wenn der Teig zu feucht sein sollte, nehmen Sie noch etwas Mehl zum Kneten.

Den Boden der Schüssel mit etwas Mehl bedecken und die Teigkugel in die Schüssel legen. Das Mehl verhindert, dass Teig zu sehr am Boden festklebt. Auf den Teig etwas Klarsichtfolie legen, damit sich auf der Oberfläche keine harte Kruste bildet. Den Teig im warmen Backofen bei ca. 40 Grad 1 Stunde gehen lassen, bis er sich etwa ums doppelte vergrößert hat.

In der Zwischenzeit bereiten Sie aus den Zutaten die Tomatensoße zu und schmecken diese ab.

Den fertigen Hefeteig aus dem Backofen herausnehmen, die Folie entfernen und den Ofen auf 250 Grad einstellen. Je nach Auswahl des Backblechs formen Sie den Teig entweder zu einer großen oder zwei kleinen Kugeln, die Sie anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche zügig ausrollen. Den fertig ausgerollten Teigfladen legen Sie aufs Blech und stechen mit einer Gabel einige Löcher hinein. Das verhindert, dass der Teig sich beim Backen zu sehr nach oben wölbt.

Nun geben Sie zuerst die Tomatensoße auf den Teig und dann den geriebenen Gouda. Bevor Sie die Pizza in den Ofen schieben, träufeln Sie noch ein paar Tropfen Olivenöl darüber. Die Pizza im vorgeheizten Backofen bei 250 Grad auf der unteren Schiene (Ober- und Unterhitze) ca. 5 Minuten backen.

In der Zwischenzeit den Mozzarella abtropfen lassen und in kleine Stücke zerrupfen. Die Pizza nach den ersten 5 Minuten Backzeit kurz aus dem Ofen herausnehmen und den Mozzarella gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Weitere 5 Minuten backen, bis der Mozzarella geschmolzen ist. Die fertige Pizza vorm Servieren mit getrocknetem Oregano und frischen Basilikumblättern bestreuen. Guten Appetit!